Baby’s Einschlafprobleme: So hat mein Kind alleine schlafen gelernt

Seid ihr auch kurz vorm Nervenzusammenbruch, so wie ich es war? Warum kann mein Kind nicht alleine einschlafen? Wird es das jemals lernen? Jeden Abend gab es bei uns eine große Portion Klammern, Quengeln, Weinen und Schreien als Flatrate. Meiner Meinung nach ist der Sandmann mit Sicherheit eine Drama-Queen. Warum sonst kommt er immer verspätet und lässt uns das ganze Szenario ertragen? Als endlich Ruhe war, konnte ich kaum glauben wie einfach mein Kind alleine einschlafen konnte. Ich erzähle euch in diesem Beitrag von meinem Vorgehen und hoffe, dass es euch hilft.

Jedes Kind kann schlafen lernen – wirklich jedes?

JA absolut. Vorab aber eine Info: Ich habe in diesem Beitrag meine eigene Erfahrung niedergeschrieben, wer allerdings bei seinem Kind größere Schwierigkeiten hat, sollte es direkt richtig angehen und dieses Thema mit einer Expertin lösen. Ich hätte mir diesen Onlinekurs schon bei meinem ersten Kind gewünscht und einige Kopfschmerzen gespart. Bei Irina Kaiser und ihrem Online-Kurs der Babyschlaffee  lernt euer Kind auf sanfte Weise zu schlafen (20€ Rabatt GUTSCHEINCODE: babyeckchen20)*.

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Schritt 1: dem Einschlaf-Ritual

Kinder benötigen feste Strukturen um sich sicher zu fühlen. Wenn jeder weiß, wann was zu tun ist, gibt es weniger stress. Dein Kind erlernt schnell den gewohnten Rhythmus und ist entspannter, wenn es jeden Tag zur selben Zeit mit einem schönen Einschlafritual ins Bettchen gebracht wird. Bei uns heißt es Schlafanzug anziehen, Zähne putzen und sich ins Bett kuscheln. Danach wird ein Buch vorgelesen und für 5 Minuten die Füße gestreichelt. Ab jetzt weiß mein Kind, dass ich wie jeden Tag den Raum verlassen werde, um meinen Tätigkeiten nachgehen zu können. Wie haben wir das geschafft?

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Schritt 2: Erkenne, dass nicht das Kind schuld ist

Worum geht es mir überhaupt, habe ich mich gefragt? Im Grunde störten mich die ungünstigen Einschlafgewohnheiten, für die ich selbst verantwortlich war. Ich hatte es geliebt mit meiner Kleinen einzuschlafen und wollte das Beistellbett niemals abbauen. Der Kuschelfaktor war einfach viel stärker und jede Mami wird diesen unglaublichen Magneten von Babyliebe wohl kennen. Leider ging es dann irgendwann nicht mehr ohne mich. Mein Kind hat sich daran gewöhnt und verlangte diese Einschlafhilfe nun jeden Abend. Fakt ist jedoch, dass sowohl Kind als auch Mutter einen erholsameren Schlaf ALLEINE haben. Merke dir bitte: Es ist nicht das Kind schuld, aber für alle die bessere Lösung alleine in Ruhe schlafen zu können.

Welche Methode ist die beste für mein Kind?

Natürlich war das Verlassen des Raumes nach dem Einschlaf-Ritual beim ersten Mal ein richtiges Drama. Damit ein Kind alleine einschlafen lernt, kann man nach der Ferber-Methode vorgehen, bei der man den Raum für 1-2 Minuten verlässt, bevor man dann wieder zurückkehrt und sein Kind tröstet. Diesen Vorgang wiederholt man mit immer größer werdenden Zeitabständen bis das Kind irgendwann einschläft.

ABER, diese Methode ist sehr umstritten und mein Kind alleine schreien zu lassen, konnte ich nicht über meine Eierstöcke bringen. Immerhin war meine Tochter zarte 14 Monate alt. Daher möchte ich dringend davon abraten sein Kind alleine weinen zu lassen. Also habe ich diese Theorie für mich abgewandelt und meine eigene abgeschwächte Version versucht. Hat erstaunlich gut funktioniert und ich war baff, als es am nächsten Tag direkt geklappt hat.

HINWEIS: Ich bin keine Pädagogin und möchte mich keinesfalls als solche verkaufen. An dieser Stelle gebe ich nur meine Erfahrung weiter und die zahlreichen Kommentare unter diesem Beitrag zeigen, dass es auch bei vielen anderen Eltern sehr gut funktioniert hat.

Schritt 3: So lernte mein Kind alleine schlafen

Es geht also darum dem eigenen Kind einen neuen sicheren Platz zu schaffen, an dem es sich wohlfühlt und es keine Veränderungen gibt. Es ist ganz natürlich, dass Babys mehrfach in der Nacht aufwachen, um unbewusst zu kontrollieren, ob noch alles in Ordnung ist. Sind sie in euren Armen an einer Flasche nuckelnd eingeschlafen und finden sich nachts nun ohne beruhigende Wackelbewegung und Nuckel im Mund wieder, stimmt irgendetwas nicht. Ihre ganze Umgebung hat sich geändert. Irgendwie klar. Also heißt es, das Kind bereits im wachen Zustand in sein Bettchen zu legen, damit es seine Umgebung erfasst. Natürlich wird auch das euren Kleinen nicht sofort gefallen, DENN:

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, das ist schon von Geburt an so. Der schwierigste Teil ist es diese zu durchbrechen und das bedeutet lästige Einschlafhilfen endlich loszuwerden. Wurde euer Kind vorher in den Schlaf gewogen oder so wie bei uns in engstem Körperkontakt in den Schlaf gestreichelt, wird es sich mit dem einfachen Hineinlegen in ein Bettchen natürlich nicht zufrieden geben. Ich habe mich daher dazu entschlossen nach und nach eine der Gewohnheiten entfallen zu lassen. Und dies erstmal bei ihrem kurzen Mittagsschlaf durchzusetzen. Wichtig ist, sie trotz Weinen nicht aus dem Bett zu nehmen. Ganz klar, aber leider für jedes Mamaherz schwierig umzusetzen.

Ich habe meine Kleine mittags ins Bett gelegt, kurz den Raum verlassen und bin mit einem Stuhl zurückgekehrt, um die Zeit bis zum Einschlafen bei ihr zu verbringen. Mir war es wichtig, dass sie weiß, dass ich für sie da bin. Ich habe sie in ihrer Einschlafzeit mal mehr, mal weniger beachtet. Bei großem Geplärre versuchte ich ihr eine Geschichte vorzulesen. Ich versuchte gelassen weiterzumachen und sie nicht zu intensiv zu trösten. Es war mir wichtig ihr zu zeigen, dass die Situation gar nicht so schlimm oder überaus extrem ist. Ich verhielt mich, als ob sie mir mit ihrem Weinen und Jammern einfach nur ein Lied vorsingt. Ein sehr dramatisches Lied, vielleicht auch was in Richtung Heavy Metal, aber keinesfalls ein Grund um die Nerven zu verlieren. Ein paar Songs und Streicheleinheiten später hat sie begriffen, dass sie wohl kaum aus diesem Bett getragen wird. Und mit dem Resignieren sowie der gewohnten Erschöpfung zur Mittagszeit folgte dann endlich der tiefe Schlaf. Es geht nicht darum euer Kind leiden zu lassen. Gebt ihm die Liebe, die es braucht (durch Streicheleinheiten und Trösten) nur lasst es nicht wieder auf eurem Arm sondern im Bettchen einschlafen.

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Schlaf Kindlein, Schlaf

Was am Mittag erprobt wurde, habe ich dann auch abends durchgezogen. Sofern sie nachts aufgewacht ist, habe ich sie im Bettchen gelassen und etwas gestreichelt. Natürlich habe ich zur Vorbeugung gleich mehrere Schnuller im Bett platziert, damit sie zumindest einen davon schnell findet und erst garnicht wach wird. Diese Strategie hat bislang super geholfen, da sich die Kleine ja in ihrer Einschlafumgebung wiedergefunden hat und gegebenenfalls nur wissen wollte, ob ich noch lebe. Bereits am zweiten Tag ließ sie sich ohne Weinen ins Bett legen. Ich habe mich trotzdem zu ihr gesetzt, um zu zeigen, dass ich anwesend und für sie da bin. Mit ihrem Gefühl der Sicherheit konnte ich nach und nach die Einschlafgewohnheiten reduzieren. Es ist jetzt sogar möglich ganz den Raum zu verlassen und ich bin glücklich darüber es mit einer sanften Methode in nur wenigen Tagen und unserem eigenen Maß geschafft zu haben.

Und wer sich nun immernoch unsicher ist, der sollte unbeding mit dem Online-Kurs der Babyschlaffee (20€ Rabatt mit dem GUTSCHEINCODE: babyeckchen20 )* starten, um es von Anfang an für sich selbst und den kleinen Schatz zu einem angenehmen Schlaf zu schaffen. Es ist immer besser mit jemandem zusammenzuarbeiten, der Erfahrung und das nötige Wissen hat. Bei Irina Kaiser, legt man sein Babyschlaf-Problem in die Hände einer liebevollen Mama, die als Schlafcoach die Grundbedürfnisse berücksichtigt und von Anfang an auf sanfte Weise für den richtigen Schlaf sorgt. Damit seid ihr auf der sicheren Seite.

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Weitere hilfreiche Tipps zum Einschlafen

Bei meiner Umsetzung haben mir auch die Vorschläge von netmoms „Mit diesen 10 Tipps lernt dein Baby schlafen“ geholfen und auch unser Blogbeitrag „Warum schläft mein Kind nur so kurz“ gehört zu unseren Top-Beiträgen mit hilfreichem Wissen.

Zudem kann ich unser geliebtes Einschlaflicht von babymoov empfehlen, welches es in zwei Ausführungen gibt. Mit sanftem Licht und monotonen Einschlafgeräuschen, ist es jeden Tag eine große Erleichterung und die beste Einschlafhilfe.

### Nachtrag aufgrund der vielen Kommentare ###

Da sich zu diesem Beitrag einige verzweifelte Mütter ebenso wie empörte Mamas und Pädagogen mit konträrer Meinung gemeldet haben, möchte ich hierzu nachträglich Stellung beziehen. Zunächst möchte ich sagen, dass grundsätzlich jede Meinung willkommen ist, allerdings haben mich einige negative Kommentare natürlich auch persönlich getroffen. Daher möchte ich kurz von meinem jetzigen Stand berichten und einen weiteren Einblick in unsere Schlafsituation geben.

Klarstellen möchte ich, dass ich lediglich meine eigene Erfahrung niedergeschrieben habe. Ich möchte in keinem Fall ein Ratgeber sein, dafür ist das Erziehungsthema einfach viel zu komplex. Auch möchte ich betonen, dass ich keine pädagogische Ausbildung besitze. Als Mutter handle ich aus dem Bauch heraus und wäge für mich und mein Kind die beste Lösung ab. Ich sehe mich keinesfalls als Rabenmutter und verbringe den ganzen Tag mit meinem Kind voller Liebe. Mit den oben verlinkten Tipps, haben wir es geschafft, das Kinderbett zu einem positiven Ort der Ruhe und unser eigenes Schlafritual zu gestalten. Wir halten uns mittlerweile an regelmäßige Zeiten, machen uns vorher gemeinsam im Bad bettfertig. Meine Tochter ist nun 2,5 Jahre alt. Vor kurzem habe ich ihr auch den Schnuller entwöhnt. Das Bett hat kein Kindergitter mehr. Es ist offen und hat lediglich eine Bettkastenerweiterung, sodass sie im Schlaf nicht herausfallen kann. Das bedeutet aber auch, dass sie jederzeit ihr Bett verlassen und zu uns ins Elternbett kommen darf. Mit ihrer Lieblingspuppe wird sich jeden Abend unter die Bettdecke gekuschelt. Zum Einschlafen gibt es eine Milchportion in der Flasche. Ich bleibe ruhig am Bett sitzen und warte bis sie ihre Milch ausgetrunken hat. Manchmal singe ich ihr Lieblingslied, aber meist streiche ich ihr einfach etwas sanft über den Rücken. Je nach ihrem befinden ist es nicht nötig bis zum Einschlafen am Bett zu bleiben. Natürlich gibt es auch Tage an denen gemeckert und gequengelt wird. Hier nehme ich mir etwas mehr Zeit für sie, doch meist ist sie so ausgepowert, dass sie in wenigen Minuten unbesorgt einschläft. Sie weiß, dass ich stets in ihrer Nähe bin und komme direkt ins Zimmer, wenn sie nach mir ruft. Für uns bedeutet die überwindene Hürde zum „alleine Einschlafen“ einen stressfreien Abend. Das heißt nicht, dass die beschriebene Methode aus diesem Blogbeitrag auch für andere Kinder die richtige ist. Jede Mami muss in ihrem eigenen Ermessen den richtigen Weg finden. Für uns war es allerdings eine große Erleichterung konsequent zu bleiben.

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Was ist eure Erfahrung zum alleine Einschlafen bei Kindern und Babies?

Kategorie Baby-/Kinderschlaf, Tipps & Tricks
Autor

Sa|ra, die, dreifachmami und Allrounderin. Ihre Zwillinge machen Sie zum Improvisationstalent. Mithilfe ihrer Erfahrung gibt es die besten Tipps für den Alltag mit Kind. Ihre Waffe: Pure Gelassenheit und das Vertrauen, dass es für jede Mama-Herausforderung eine simple Lösung gibt.

205 Kommentare

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